Klang der Frömmigkeit / 18.11.16 - 26.02.17

 
Luthers musikalische Erben in Westfalen / LWL-Wanderausstellung zum Reformationsjubiläum

Plakat.DruckWer kennt ihn nicht – den Weihnachtsklassiker „Ihr Kinderlein kommet“? Die wenigsten wissen jedoch, dass er in der heute bekannten Form aus Gütersloh stammt. Westfalen verfügt über ein vielfältiges kirchenmusikalisches Erbe. Mit der Wanderausstellung „Klang der Frömmigkeit. Luthers musikalische Erben in Westfalen“ widmet sich der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Kooperation mit dem rock’n’popmuseum Gronau und mit Unterstützung der Evangelischen Kirche von Westfalen dem Einfluss der Reformation auf die Musik bis zur Gegenwart.

 

Die Reformation verbreitete sich durch Musik. Die evangelische Kirche war von Beginn an
eine singende, klingende Kirche. Für Martin Luther, auch als „Vater der Kirchenlieder“ bezeichnet, war Musik Mittel der Verkündigung, Geschenk Gottes und Medizin gegen das Böse. Lieder gaben der Gemeinde eine Stimme – und zwar nicht in der Liturgiesprache Latein, sondern allgemein verständlich auf Deutsch. Luthers Choräle sind heute Gesangbuchklassiker.
Auch die reformierte Tradition maß der Musik einen besonderen Wert bei.

 

„Die Ausstellung begibt sich auf die Suche nach dem Sound der frohen Botschaft. Sie vermittelt multimedial Einblicke in die Geschichte der deutschsprachigen Kirchenmusik und dies auch über die Kirchenmauern hinaus“, so Ausstellungsmacherin Dr. Silke Eilers vom LWL-Museumsamt für Westfalen. „Mit überregionalen Stücken, aber auch Texten, Kompositionen und Vertonungen aus der Region soll Westfalens musikalisches Potential lebendig werden.  Wir möchten die Musiktraditionen und Klangvielfalt West¬falens in Geschichte und Gegenwart durch Texte, Objekte, Bildquellen erlebbar machen.“

 

Im Rahmen des Jubiläums richten sich die Augen vielfach auf die Wiege der Reformation in den östlichen Teilen Deutschlands. Die Ausstellung möchte den Fokus aber auf Westfalen lenken. Mit seiner heterogenen konfessionellen Struktur und wechselvollen Geschichte verfügt Westfalen im Bereich der Kirchenmusik über eine lange Tradition, aber auch über regionale Varianten und örtliche Besonderheiten. So entwickelten sich in Westfalen besondere musikalische Traditionen, wie etwa die Posaunenchorbewegung in Ostwestfalen, das Gloriasingen in Soest, das Kantatefest in Herford oder die Musicals und Oratorien der Stiftung Creative Kirche in Witten. Zudem ist Westfalen eine bekannte Orgellandschaft.
„Westfalia non cantat“ (Westfalen singt nicht“) heißt es gemeinhin. „Die Ausstellung verdeutlicht aber die vielfältigen Facetten der in der Reformation entstandenen und gelebten Musiktradition als Teil einer neuen, von aktiver Mitgestaltung geprägten Kultur“, sagt Eilers.
Die Ausstellung ist thematisch gegliedert. Sie behandelt in fünf Kapiteln die Themen: Reformation und Musik in Westfalen, Singebewegung, Instrumente, politische Instrumentalisierung des Liedes und Popmusik. Die einzelnen Aspekte werden mit Liedgut und Instrumenten erschlossen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Gesang. Er ist neben Predigt und Liturgie in deutscher Sprache das Herzstück des protes¬tantischen Gottesdienstes und des Gemeindelebens. Dieses Element setzte die aktive Beteiligung der Gemeinde voraus und ist bis heute in allen Regionen Westfalens ein zentraler Bestandteil der evangelischen Frömmigkeitspraxis.

 

Anpsprechpartner:

LWL-Museumsamt für Westfalen
Dr. Silke Eilers
Tel.: 0251/591-4663
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            rock‘n’popmuseum Gronau
Dr. Thomas Mania
Tel.: 02562/8148-0
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rock'n'popmuseum
Udo-Lindenberg-Platz 1
48599 Gronau
Tel. +49 2562 8148-0

 

Öffnungszeiten:
Mi bis So: 10 - 18 Uhr
Dienstags auf Anfrage
 
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